21.11.2017 – MIT DEM EINKAUFSKORB DIE WELT FAIRÄNDERN!

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So hochpolitisch ist Konsum

Wir Konsumentinnen und Konsumenten sind uns noch nicht – in vollem Ausmaß – bewusst, wie mächtig wir sind. Unser Einkaufskorb ist mit einer Wahlurne vergleichbar. Tagtäglich treffen wir die Entscheidung, wo unser Geld hinfließt, welche Produktionsbedingungen wir unterstützen, über wessen Leben wir bestimmen, welche Großkonzerne wir finanzieren und wie viel Zerstörung wir auf diesem Planeten anrichten. Das ist eine Macht, und die sollten wir nutzen!

Eine unbequeme Wahrheit

Zu den Hauptleidtragenden unserer Einkäufe zählen Tiere. Das gilt nicht nur für das Offensichtliche – wenn wir Fleisch, Milch und Eier kaufen – sondern auch für die vielen Produkte, die tierliche Inhaltsstoffe aus tierquälerischen Quellen enthalten: Wolle, Lanolin, Leder, Daunen, Pelz oder Milchproteine, Schlachtabfälle. Zudem werden für einen Großteil unserer Alltagsprodukte sinnlose Tierversuche gemacht, etwa für alle konventionellen (und unökologischen) Reinigungsmittel, Convenience-Food oder Nahrungsmittelzusätze.

Ähnlich verheerend wirken sich unsere Konsumentscheidungen auch in anderen Bereichen aus. Und da ist es mit ein bisschen weniger Autofahren, dem Bezug von Ökostrom und dem Einkauf von ein paar Bioprodukten leider nicht mehr getan. Es braucht allerdings nicht unbedingt „Großtaten“, um die Entwicklung auf diesem Planeten positiv zu beeinflussen. Viele „kleine Taten“, allwöchentliche oder alltägliche Konsumentscheidungen machen den Unterschied, bewirken in Summe mehr, als wir glauben.

Praxistauglich, selbst erprobte und gelebte Lösungsvorschläge

Für diese vielen kleinen – besseren – Kaufentscheidungen braucht es das nötige Rüstzeug. Dazu gehört etwa, vertrauenswürdige Gütesiegel von „Marketingsiegeln“ unterscheiden und Greenwashing erkennen zu können. Dazu gehört das Wissen, welche multinationalen Konzerne und deren Praktiken man mit dem Kauf bestimmter Marken mitfinanziert. Dazu gehört auch die Information, welche konkreten Produkte und Marken besser und wo diese erhältlich sind.

Die wichtigste Frage, die der Vortrag von Petra Schönbacher beantworten will, lautet aber: Ist „anders einzukaufen“ nicht zu mühsam, unrealistisch und in einem stressigen Alltag nicht umsetzbar? Viele Jahre gelebte Erfahrung und die langjährige Recherche an Ihrem „Ethischen Einkaufsführer Österreich“ (Näheres siehe unten in derPersonenbeschreibung) sollen uns praxistaugliche Antworten liefern.

 

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PETRA SCHÖNBACHER

arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Journalistin und hat vor rund acht Jahren gemeinsam mit ihrem Team die gemeinnützige NGO animal.fair gegründet. Seitdem recherchieren sie über die Auswirkungen von Kaufentscheidungen, was Werbung verschleiert und wie multinationale Konzerne ihre Markenpolitik tarnen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind in den Ethischen Einkaufsführer www.animalfair.at eingeflossen. Dieser steht als laufend aktualisierte Web-Datenbank mit zahlreichen Filtermöglichen der Öffentlichkeit und jeder Konsumentin/jedem Konsumenten zur Verfügung. Zusätzlich publizieren wir alljährlich den Einkaufsführer als Taschenbuch – als kompaktes „Best of“ der Web-Datenbank mit allen Bezugsadressen für faires, umwelt- und tierfreundliches Einkaufen in ganz Österreich.

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Dienstag | 21. November | 19 Uhr

UnternehmerInnenzentrum Rochuspark
Erdbergstraße 10 | 1030 Wien

Eintritt: frei
Austritt: freiwillige Spende