Systemisches Konsensieren angewandt – 15.10.2013

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SYSTEMISCHES KONSENSIEREN II – Nationalratswahl Reloaded

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An diesem Abend wurde das bei uns schon theoretisch präsentierte Systemische Konsensieren (SK-Prinzip) vertieft und praktisch angewandt. Und es wurde Politik gelebt! In zwei Stufen stellte Philipp Rodleitner mit uns die letzte Nationalratswahl nach und stellte dem Mehrheitsentscheid das SK-Prinzip als alternatives Wahlverfahren gegenüber.

Er zeigte uns, wie eine Wahl ohne großen Mehraufwand die Meinung der Bevölkerung viel differenzierter widerspiegeln kann. Das SK-Prinzip macht sichtbar, was beim Mehrheitsentscheid verborgen bleibt. Es zeigt nicht nur die bevorzugten Parteien der WählerInnen auf, sondern ihre Zustimmung oder Ablehnung zu Parteien. Denn wenn ich eine Partei wähle, heißt das nicht, dass ich mit ihr in allen Punkten übereinstimme! Und ich habe nicht gegen alle Parteien, die ich nicht gewählt habe, den gleichen Widerstand. Was passiert, wenn das im Wahlergebnis korrekt abgebildet ist, konnten wir sehr schön praktisch miterleben.

Eine anderes Wahlsystem – Das Systemische Konsensieren – kann eine Wahl viel differenzierter abbilden und die Folgen könnten vieles verändern. Aber wollen wirklich alle Veränderung?…

Die Auszählungsphasen überbrückten Felix Frey und Robert Six mit Überraschendem und Kurzweiligem aus der Welt des „anders denken“.

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Philipp Rodleitner

ist Mitbegründer der PARCADEMY, Moderator und Trainer für Systemisches Konsensieren und Magister der Internationalen Entwicklung. Er arbeitet im Bereich der nachbarschaftlichen Konfliktbearbeitung und Gemeinwesenarbeit im Gemeindebau Wien. Ab Februar 2015 ist er Mediator in Ausbildung.

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